Ressect – Kenia

Partner

Ressect GmbH, Zürich,
Levin Schmid

Projektart:

Pilotprojekt

Technologie:

Ressourceneffizienz

Land:

Kenia

Projektstatus:

Abgeschlossen

Projektstart:

2019

Projektende:

2020

Vertrag:

2019.01

Schweizer Beitrag

Ressect besitzt umfassendes Wissen im Bereich der Insektenproduktion sowie der Herstellung von Futtermitteln aus Insekten. Diese Schweizer Firma ist zuständig für das Projektmanagement und den Know-how Transfer.

Portrait

Die steigende Geflügelproduktion und der starke Ausbau von Aquakulturen sorgen für einen erhöhten Bedarf an Futtermitteln. In Kenia gibt es je nach Region keinen oder nur einen sehr schlechten Zugang zu Tierfutter (zum Beispiel Fischmehl). Die Firma Ressect plant, die Produktion von Futtermitteln auf Insektenbasis zu fördern. Fachwissen zur Insektenproduktion wird über eine Wissensplattform und lokale Helfer vermittelt. Zudem wird ein Starterkit (Regalkonstruktion für die Haltung von schwarzen Soldatenfliegenlarven) zur Verfügung gestellt, mit dem die Bauern ihre Abfälle über Insekten verwerten können. Es wird eine für Mobiltelefone kompatible digitale Handelsplattform für die Vermarktung der produzierten Insekten aufgebaut. Das Projekt soll mithelfen, diese Produktionsmethode in der ländlichen Bevölkerung bekannt zu machen und eine Aktivität zur Generierung von zusätzlichen Einkommen zu entwickeln. Die Egerton University in der Stadt Nakuru ist als kenianischer Hauptpartner im Projekt involviert.

Resultate

Die digitale Plattform samt Fachwissen wurde entwickelt und den lokalen Bauern zur Verfügung gestellt. 100 Starterkits wurden lokal hergestellt und von Kleinbauern getestet. Zusätzlich haben weitere 100 Bauern mit eigener Ausrüstung beim Projekt mitgemacht. Über die geplanten Projektarbeiten hinaus wurde in Nakuru auf einer Fläche von 120 m2 eine Demonstrationsanlage realisiert, die seit Anfang 2020 mit einer Tonne Insektenlarven 350 kg Abfälle pro Tag verarbeitet.

Wirkung

200 Landwirte und die Egerton Universität haben vom Wissenstransfer profitiert. Die digitale Plattform wurde weit weniger stark genutzt als erwartet, und die Menge an verfügbarer Biomasse war für eine rentable dezentrale Produktion durch die Bauern zu tief. Der regionale Umweltminister zeigte an der Demonstrationsanlage als Lösungsansatz Interesse, um Geruchsemissionen und Transporte durch die Behandlung von Marktabfällen zu reduzieren. Ressect hat zur Gründung einer Vereinigung für die Kompostierung von Abfällen mit Insekten in Kenia beigetragen.