

Schweizer Partner
Don Bosco Jugendhilfe Weltweit, Beromünster
Markus Burri
Lokaler Partner
Projektart:
Technologie:
Land:
Projektstatus:
Projektstart:
Projektende:
Vertrag:
Dokumentation
Schweizer Beitrag
Die Don Bosco Jugendhilfe Weltweit fördert die Zusammenarbeit zwischen den Schweizer Institutionen Ecopartner, Skat Foundation und FIBL, die sich auf nachhaltige Entwicklung spezialisiert haben, und dem Projektbüro der Salesianer in Bogotá. Basierend auf einem Training of Trainers (ToT)-Ansatz werden Schulungen von mehreren Experten für Ressourcen- und Abfallmanagement durchgeführt, um die Vermittlung von Know-how an lokale Partner zu gewährleisten.
Portrait
In Südamerika wird viel mehr Müll produziert als recycelt werden kann. Obwohl in Kolumbien in letzter Zeit erhebliche Anstrengungen unternommen wurden, findet man in den meisten öffentlichen Bereichen von einkommensschwachen und peripheren Stadtgebieten Hausmüll, was auf mangelhafte Praktiken zurückzuführen ist, wie z. B. die Nichteinhaltung der Abholtermine, die unsachgemäße Mülltrennung oder die nicht ordnungsgemäße Anlieferung an Recyclingunternehmen. Das Fe-SOR Don Bosco-Projekt zielt darauf ab, eine innovative und reproduzierbare Strategie in mehreren Schulen einzuführen, um die Abfallentsorgung zu verbessern. Sensibilisierungsarbeit in Verbindung mit praktischen Schulungen wird die Förderung einer nachhaltigeren Bewirtschaftung von festen und organischen Abfällen erleichtern. Das Programm befasst sich auch mit der Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten am Ende ihrer Lebensdauer. Die Standorte Bogotá und Fusagasugá sind die Pilotregionen des Projekts.
Resultate
Der erste Meilenstein, nämlich die Konzeption des Kurses für Festmüll und die Durchführung der ersten Train-the-Trainer-Kurs, wurde vollständig erreicht. An diesem Kurs nahmen insgesamt neun Teilnehmende teil, darunter zwei Studierende, sechs Lehrpersonen und ein Umweltmanagementbeauftragter aus der Salesianerprovinz Bogotá.
Der zweite Meilenstein, ein Kurs zum Thema „Elektronischer und Elektrischer Abfall“, wurde mit fünf Lehrpersonen, zwei Studierenden und zwei Inspektor/-innen durchgeführt. Der Kurs wurde so konzipiert, dass er neue Berufs- und Unternehmermöglichkeiten aufzeigt.
Als dritter Meilenstein, namentlich die Stärkung der Netzwerke der Salesianischen Berufsbildungszentren (CFP) in Amerika und Kolumbien, wurde das FESOR-Projekt an fünf Treffen im Rahmen der Selbstbewertungsprozesse vorgestellt, an denen 20 Länder teilnahmen. Zudem wird die Methodik zur Bewertung und Dokumentation der Ergebnisse der Replikationen von den Inspektoren weiter verbreitet werden.
Wirkung
Bei den Institutionen die am Projekt teilnahmen, verbesserte sich -durch die Einbindung von Studierenden und Gemeinden- das Abfallmanagement. Dies wurde zusätzlich unterstützt durch Umweltbewusstseinskampagnen und einem integrierten institutionellen Abfallmanagementplan, der mit den nationalen Gesetzen im Einklang steht. Es wurden eine gemischte Lernumgebung und eine digitale Plattform entwickelt, um die Wiederholung des Kurses zu ermöglichen. Ein massgeschneiderter Lehrplan wurde mit 710 Schülern und neun Lehrern umgesetzt, während 110 Lehrer und 70 Mitarbeiter geschult wurden. Über 3.500 Schüler beteiligten sich an nachhaltigen Praktiken, und bis zum Ende des Replikationsprozesses werden mehr als 4.000 Schüler in Kolumbien und Netzwerke in 20 lateinamerikanischen Ländern davon profitiert haben.