Elembo – Demokratische Republik Kongo

Schweizer Partner

Les Amis d’Elembo
www.adelembo.ch

Cogiterre
www.cogiterre.ch

Lokaler Partner

ONGD Elembo
www.elembo-rdc-com

Projektart:

Pilot-Projekt

Technologie:

Ressourceneffizienz

Land:

Kongo (Kinshasa)

Projektstatus:

Abgeschlossen

Projektstart:

2004

Projektende:

2026

Vertrag:

2024.05

Schweizer Beitrag

Der Verein Les Amis d’Elembo unterstützt in der Demokratischen Republik Kongo gemeinsam mit lokalen Agrarwissenschaftler/-innen nachhaltige Projekte im Bereich der Agrar- und Ernährungswirtschaft. Ihre Ziele sind vor allem die Bekämpfung von Obstverlusten nach der Ernte, die Förderung der biologischen Landwirtschaft, die Sensibilisierung für lokalen und nachhaltigen Konsum sowie der Ausbau von Arbeitsplätzen. Der Partner Cogiterre wird sich an technischen Studien und dem Transfer von Technik und Wissen beteiligen.

Portrait

Das Elembo-Projekt baut eine Saftproduktionskette auf, um Orangen, Mangos und Ananas, die bei der Ernte oft liegen bleiben, zu verwerten. Dadurch soll insbesondere eine natürliche und biologische Alternative zu den in der DRK häufig konsumierten zuckerhaltigen Limonaden angeboten werden. Die Organisation wird den Produzenten/-innen bei der Gründung von Genossenschaften behilflich sein, um den Aufkauf der Früchte auf nachhaltige und faire Weise zu optimieren. Eine Aufklärungskampagne ist ebenfalls geplant.

Resultate

Die Anlage in Kimpese ist nach ihrer Fertigstellung im Jahr 2024 nun voll betriebsbereit, da alle für die Obstverarbeitung sowie die Pasteurisierung und Sterilisierung der Flaschen erforderlichen Maschinen Anfang 2025 geliefert und installiert wurden. Ein Team von 12 Mitarbeitern wurde eingestellt und geschult, darunter zwei, die Online-Kurse zur Saftproduktion absolvierten, und fünf, die während der Inbetriebnahme vor Ort eine technische Schulung erhielten. Die Fabrik wurde im Mai 2025 offiziell eingeweiht; bis März 2026 hatte sie fast 20 Tonnen Obst zu mehr als 30.000 Flaschen Natursaft verarbeitet und gleichzeitig drei Bauernverbände mit insgesamt über 150 Mitgliedsfamilien unterstützt.

 

Wirkung

Was die Ressourceneffizienz betrifft, so konnten im Rahmen des Projekts 20 Tonnen Obst verarbeitet werden, wodurch die Verschwendung dieser Menge verhindert wurde, und eine Tonne organischer Abfälle wurde zu Dünger recycelt. In wirtschaftlicher Hinsicht wurden im Rahmen der Initiative 30.036 Flaschen Natursaft hergestellt, mehr als 80 Arbeitnehmern ein stabiles Einkommen gesichert und zusätzliche Beiträge von der Sandoz-Familienstiftung sowie den Städten Lausanne und Yverdon eingeworben. In sozialer Hinsicht ermöglichte das Projekt mehr als 150 Bauernfamilien, formelle Vereinigungen zu gründen, von einem wachsenden kulturellen Trend zum lokalen Konsum zu profitieren und 36 Vertretern der Landwirtschaft gezielte Schulungen anzubieten.