

Schweizer Partner
E[co]work Association, St. Gallen
www.ecowork.international
Andrea Wehrli
Lokaler Partner
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Projektart:
Technologie:
Land:
Projektstatus:
Projektstart:
Projektende:
Vertrag:
Schweizer Beitrag
E[co]work Association ist ein Start-up der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa), einer der führenden Schweizer Akteure in der Entwicklungszusammenarbeit im Bereich Elektroschrott in den letzten 15 Jahren. Die indische Niederlassung von Sofies Schweiz ist der lokale Partner mit mehr als 10 Jahren technischer Erfahrung im Bereich Elektroschrott.
Portrait
In Indien werden rund 95 Prozent des Elektroschrotts im informellen Sektor verarbeitet, oft unter gefährlichen und umweltschädlichen Bedingungen. Gleichzeitig sichert diese Arbeit vielen Menschen ihren Lebensunterhalt.
Neue Regulierungen verlangen eine stärkere Integration dieses Sektors in formelle Wertschöpfungsketten. Für Kleinstunternehmen erschweren jedoch hohe Investitionskosten und komplexe Vorschriften die Einhaltung dieser Anforderungen. E[co]work bündelt Kosten, verbessert sichere und legale Arbeitsbedingungen und ermöglicht den Zugang zu wichtigen Dienstleistungen wie Werkzeugen, Schutzausrüstung, Schulungen, Gesundheitsversorgung sowie Bank- und digitalen Angeboten.
REPIC unterstützt die Pilotphase in Delhi mit dem Ziel, ein tragfähiges und künftig selbst tragendes Geschäftsmodell zu entwickeln.
Resultate
Aufgrund von Corona wurden verschiedene Workshops in Kleingruppen durchgeführt. Dabei wurden verschiedenste Herausforderungen identifiziert und entsprechende Lösungen erarbeitet. Im Oktober 2023 wurde das erste Recyclingzentrum für Elektronikschrott in Neu-Delhi im Beisein von lokalen und Schweizer Vertretern/-innen offiziell eingeweiht. Nach einer strategischen Umstellung vom Mietmodell auf die eigene Verarbeitung gelang es im Rahmen des Projekts, einen vorschriftsmässigen Recyclingbetrieb aufzubauen; das Projekt wurde Ende 2025 abgeschlossen.
Wirkung
E[co]work verarbeitete über 300 Tonnen Elektroschrott. Davon wurden 1.500 Geräte (10 Tonnen) zur Wiederverwendung verkauft, während 175 Tonnen dem nachgelagerten Recycling zugeführt wurden. Weitere 3,6 Tonnen Sondermüll wurden in einer Behandlungs-, Lager- und Entsorgungsanlage sicher entsorgt. Wirtschaftlich generierte das Projekt CHF 380’000 an lokalen Einnahmen und zog Investitionen von Dritten in Höhe von rund CHF 780’000 an. Was die sozialen Auswirkungen betrifft, profitierten über 900 informelle Kleinstunternehmer direkt davon, und 405 Menschen wurden durch Sensibilisierungsveranstaltungen erreicht. Die Initiative schuf zudem 20 neue Arbeitsplätze und bot Schulungen für 75 Personen an (25 Mitarbeiter und 50 externe Teilnehmer).