Bioconvision – Uganda

Schweizer Partner

Bioconvision Switzerland GmbH, Zürich
www.bioconvision.com

Sheila von Hoerner

Lokaler Partner

Bioconvision GmbH, Uganda

Jinja City Council
www.jinjacity.go.ug

Projektart:

Pilot-Projekt

Technologie:

Ressourceneffizienz

Land:

Uganda

Projektstatus:

Abgeschlossen

Projektstart:

2024

Projektende:

2025

Vertrag:

2023.07

Schweizer Beitrag

Die Schweizer Projektpartner Bioconvision und EAWAG haben langjährige Erfahrungen mit der Zucht der von Black Soldier Fly Larven als Tierfutter. EAWAG hat in den letzten Jahren u.a. Online-Kurse und ein Handbuch zum Thema publiziert.

Portrait

Die Projektpartner werden in Jinja, Uganda eine Insektenfarm entwickeln und validieren, die grosse Mengen an organische Abfälle verwertet.

Die Insektenfarm wird Larven der Schwarzen Soldatenfliege (BSF) in einem kohlenstoffarmen Biosystem produzieren. Die Larven ernähren sich von organischen Abfällen, was die Abfallmenge insgesamt reduziert. Am Ende des Prozesses werden die Larven zu Tierfutter verarbeitet.

Diese alternative Proteinquelle schafft Arbeitsplätze und Entwicklungsmöglichkeiten insbesondere für Frauen und die jüngere Bevölkerung. Das Projekt verringert die Abhängigkeit von importiertem Fisch- und Sojamehl. Weniger Lebensmittelabfälle in den Mülldeponien trägt zur Verringerung des Methanausstosses bei und verhindert die Ausbreitung von Krankheiten.

Resultate

Die notwendige Infrastruktur für die Produktion von Larven als Tierfutter und Larvenkot als Dünger wurde, aufgebaut. Ebenso die Logistik für die Versorgung mit den notwendigen organischen Abfällen und die Kanäle für den Vertrieb der Produkte direkt an Geflügel- und Fischzüchter sowie Kaffeebauern. Pro Tag wurden bei Projektabschluss 2,7 Tonnen organische Abfälle verarbeitet.

Wirkung

Im ersten Betriebsjahr wurden 985 Tonnen organische Abfälle verarbeitet und 60 Tonnen frische Larven als Tierfutter und 83 Tonnen Dünger produziert. Damit wurden Einkommen in der Höhe von CHF 45’000.- generiert und 936 t CO2-eq redu-ziert.

Durch dieses Projekt wurden bisher 16 Vollzeitstellen geschaffen, über 200 Personen ausgebildet. Insgesamt profitieren über 500 Personen in verschiedenen Be-reichen.

Als nächstes werden die Produktionskapazitäten der gebauten Anlage von täglich 2,7 Tonnen Abfall auf 5 Tonnen per Tag hochgefahren.

In einen zweiten Schritt ist der Bau einer zweiten Anlage bei einem grossen Verarbeiter von Früchten im Grossraum Kampala geplant.