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FAQ

Grundlagen zur REPIC-Plattform

Was ist die REPIC-Plattform?

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und das Bundesamt für Energie (BFE) betreiben seit 2004 eine interdepartementale Plattform zur Förderung der erneuerbaren Energien und Energieeffizienz in der internationalen Zusammenarbeit.

Die REPIC-Plattform leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung einer kohärenten Politik und Strategie der Schweiz zur Förderung der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz in der internationalen Zusammenarbeit.

In der Phase IV verfolgt die Plattform konkrete Zielsetzungen mit den damit verbundenen Aktivitäten und erwarteten Resultaten in den folgenden Bereichen: Projektförderung und -realisierung, Netzwerk, Informations und Kommunikation sowie Koordination und Qualitätssicherung.

Welche Strategie verfolgt die REPIC-Plattform?

REPIC versteht sich als marktorientiertes Dienstleistungszentrum zur Förderung der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz in der internationalen Zusammenarbeit.

Unter Berücksichtigung der vorhandenen Erfahrungen soll diese Plattform neue konkrete Projekte mit erneuerbaren Energien und/oder Energieeffizienz Technologien unter vermehrter Mitwirkung von Schweizer Unternehmen und Organisationen ermöglichen.

Sie baut dazu ein Netzwerk zur Information und Sensibilisierung interessierter Kreise auf, pflegt den Erfahrungsaustausch zwischen verschiedenen Akteuren und fördert die Kenntnis von lokalen Rahmenbedingungen und Projektmöglichkeiten. Zur Realisierung erfolgversprechender Projekte kann die REPIC-Plattform Beiträge zu einer Anschubfinanzierung leisten.

Darüber hinaus erfolgt über die REPIC-Plattform die Mitwirkung in internationalen Netzwerken. Die erste Phase der REPIC-Plattform dauerte von 2004 bis 2007. Für die zweite Phase von 2007 bis 2010 wurde die REPIC-Plattform über die erneuerbaren Energien hinaus auf die Energieeffizienz ausgeweitet. Nach Abschluss der zweiten Phase Ende 2010 beschlossen die vier Bundesämter eine Verlängerung der REPIC-Plattform um weitere 3 Jahre bis 2013.

Basierend auf den bereits gemachten Erfahrungen der Phasen I und II wird in der dritten Phase verstärktes Gewicht auf die Umsetzungsrelevanz und die Multiplikation bei Projektförderung und –realisierung gelegt.

Die Aktivitäten der Plattform werden durch eine Steuergruppe mit Vertretern der vier beteiligten Bundesämter gemeinsam beschlossen und durch ein Sekretariat umgesetzt.

Was bedeutet die Abkürzung REPIC?

Die Abkürzung REPIC steht für "Renewable Energy and Energy Efficiency Promotion in International Cooperation".

Entwicklung von Projekten

Wie finde ich weitere Projektpartner?

Im Normalfall sind die Projekte bereits soweit entwickelt, dass die Projektorganisaiton klar aufgebaut ist, wenn die Projektierenden die REPIC-Plattform kontaktieren.

Wenn noch nicht alle Projektpartner klar sind, können von der REPIC-Plattform nur erste Hilfestellungen mit der Vermittlung von weiteren Kontakten angeboten werden, da die REPIC-Plattform selber keine Projektentwicklung ausführt.

Wir empfehlen, interessante Kontakte über die auf der REPIC-Internetseite aufgeführten Links aufzunehmen und die laufenden und abgeschlossenen Projekte durchzugehen, um den Austausch und allenfalls eine Projektpartnerschaft aufbauen zu können.

Können mehrere Förderinstrumente zum Tragen kommen?

Die Massnahmen der REPIC-Plattform erfolgen subsidiär zu bestehenden nationalen und internationalen Förderinstrumenten und suchen diese zu unterstützen, insbesondere im Bereich der Finanzierung (Projektlinien der beteiligten Bundesämter, Mischkredite, WB, IFC, GEF, usw.) und der klimapolitischen Instrumente (CDM-Mechanismen).

Wie gross ist der finanzielle Beitrag durch die REPIC-Plattform?

Die finanzielle Beiträge durch die REPIC-Plattform erfolgen in erster Linie zur Anschubfinanzierung in Hinsicht auf grössere Projekte, zur Senkung der Transaktionskosten von Projekten im internationalen Umfeld sowie als flankierende Massnahmen zur Qualitätssicherung von Vorhaben.

Der REPIC Beitrag beträgt in der Regel max. 50% der Projektkosten. Die Restfinanzierung kann durch Eigenleistungen und allenfalls Drittmitteln erfolgen.

Die Beiträge an einzelne Projekte liegen, je nach Art des Projektes, in der Regel in der Grössenordnung von CHF 50'000.- für kleinere/einfachere Projekte bis max. 150'000.-. für grössere/komplexere Projekte.

Kriterien für Projektunterstützung

Welche Projektansätze stehen im Vordergund?

Entsprechend ihrer Zielsetzungen stehen für die REPIC-Plattform realistische, nachhaltige sowie markt- und bedürfnisorientierte Projektansätze im Vordergrund.

Die von der Plattform verfolgten Massnahmen haben zum Ziel, Risiken und Transaktionskosten von solchen Ansätzen zu senken, wobei sich die Plattform auf den präkompetitiven Bereich konzentriert. Besonderes Gewicht wird nicht-technischen Aspekten gegeben.

Welche Grundsätze gelten bei der Projektförderung?

Als Grundsatz für die Aktivitäten und Projekte der REPIC-Plattform steht die lokale Verankerung im betreffenden Zielland und damit verbunden eine nachhaltige Wirkung im Vordergrund. Den lokalen Gegebenheiten, den Partnerschaften mit lokalen Akteuren und dem nachfrageorientierten Vorgehen kommt deshalb grosse Bedeutung zu.

Die Partizipation der lokalen Akteure ist von zentraler Bedeutung („ownership“). Die REPIC-Plattform strebt damit an, den Technologietransfer von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz in Entwicklungs- und Transitionsländer zu fördern und entsprechende Barrieren abzubauen.

Im Sinn einer nachhaltigen Umsetzung sind sozio-ökonomische Aspekte von besonderer Wichtigkeit, so z.B. der Aufbau von Energiedienstleistungen (Grundbedürfnisse, Gesundheit, wirtschaftliche Entwicklung), die Verbesserung der lokalen Infrastruktur, die Ausbildung oder die Förderung von Markt- und Finanzierungsstrukturen.

Für die REPIC-Plattform stehen erprobte Technologien der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz im Vordergrund, wobei die pilotmässige Nutzung von angepassten Lösungen in Betracht kommen kann. Der Wirtschaftlichkeit der eingesetzten Technologien in einem gegebenen Kontext ist dabei stets besondere Beachtung zu schenken.

Das Potenzial und die Wirkung der im Rahmen der REPIC-Plattform verfolgten Vorhaben ist soweit als möglich in Bezug auf technische, sozio-ökonomische und umweltrelevante Parameter zu quantifizieren.

Welche konkreten Kriterien gelten für eine Projektunterstützung durch REPIC?

Die konkreten REPIC-Kriterien sind unter Bedingungen und Kriterien aufgeführt.

Welche Projektkategorien kommen für eine Förderung in Frage?

Die folgenden Projektkategorien kommen für eine Förderung in Frage:

- Umsetzungsorientierte Vorprojekte
- Pilotprojekte (technische und ökonomische)
- Infrastrukturorientierte Projekte
- Massnahmen zur Ausbildung und Qualitätssicherung
- Aufbau von Marktstrukturen
- Finanzierungsmodelle
- Veranstaltungen und Informationsaktivitäten

Welche Technologien stehen im Vordergrund?

Die folgenden Technologien der erneuerbaren Energien stehen im Vordergrund:

- Biomasse
- Geothermie
- Kleinwasserkraft
- Solarenergie (thermisch, Photovoltaik)
- Wind

Nebst den erneuerbaren Energien berücksichtigt REPIC ebenfalls die Energie- und Ressourceneffizienz. Innerhalb der REPIC-Plattform wird die Energieeffizienz grundsätzlich als Reduktion der Energiemengen verstanden, die zur Befriedigung eines bestimmten Umfangs an energierelevanten Bedürfnissen benötigt wird. Im Bereich der Ressourceneffizienz stehen Projekte in der Abfall- und Abwasserwirtschaft (inkl. Recycling) sowie im Zusammenhang mit der Rohstoffeffizienz in der industriellen Produktion im Vordergrund.

Eingabe von Projekten

Wann muss ich eine Skizze und wann ein Gesuch einreichen?

In der Regel durchläuft ein Projekt ein zweistufiges Verfahren, für welches 3 - 5 Monate Zeit berechnet werden sollte.

Zuerst wird eine Projektskizze eingereicht, welche das Projekt klar schildert, es muss erkennbar und nachvollziehbar sein, in welchem Kontext welche Ziele gesetzt werden und mit welchen Massnahmen dies angegangen wird. Die Skizze darf bis zu 5 Seiten lang sein.

Bei einem Eintreten auf eine Skizze werden Hinweise der Steuergruppe eingebracht und es folgt die Gesuchsphase, in welcher konkretere Angaben gemacht werden. Das Gesuch sollte in der Regel 15 Seiten nicht überschreiten. Nach Genehmigung des Gesuchs erfolgt die entsprechende Vertragsvereinbarung.

Die Vorlagen befinden sich unter Projekteingaben / Ablauf sowie unter Dokumentation.

Wann kann ich ein Projekt einreichen?

Projekte können jederzeit beim Sekretariat eingereicht werden, in der Regel findet alle 2 Monate eine Sitzung der Steuergruppe statt, an welcher über das Eintreten von Skizzen und über das Genehmigen von Gesuchen beschlossen wird. Der nächste Sitzungstermin wird jeweils auf der REPIC-Internetseite aufgeschalten unter Aktuelles.

Wohin sende ich die Projekteingaben?

Als pdf an hc.ciper@ofni oder auf dem Postweg an das REPIC-Sekretariat (Kontakt).

Umsetzung von REPIC-Projekten

Wann finden die Zahlungen statt?

Die Zahlungen finden projektabhängig in Raten gemäss Vertragsvereinbarungen statt, in der Regel nach Unterzeichnung des Vertrags, nach Erhalt des (der) Zwischenbericht(e) und nach Abgabe und Genehmigung des Schluss- und Finanzberichts.

Veranstaltungen

Wann findet die nächste REPIC-Veranstaltung statt?

Es finden regelmässig REPIC-Veranstaltungen statt (Workshop, Tagung, Fachveranstaltung,...). Die aktuellen Termine werden auf der REPIC-Internetseite unter Aktuelles aufgeschalten.

Wo finde ich die Unterlagen der letzten Veranstaltungen?

Die Unterlagen und Präsentationen werden zur Verfügung gestellt auf der REPIC-Internetseite unter Dokumentation.