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Solafrica - Kamerun

Solar Square: ein gemeinschaftliches Leasing- und Verteilsystem für kleine solarbetriebene Leuchtmittel

Vertrag: 2015.01
Photovoltaik

Solar Square: ein gemeinschaftliches Leasing- und Verteilsystem für kleine solarbetriebene Leuchtmittel

           

Projektart :

Pilotprojekt

Technologie :

Photovoltaik

Land :

Kamerun

Projektstatus :

Laufend

Projektstart :

Februar 2015

Projektende :

Geplant 2016

Partner :

Solafrica, Bern, http://solafrica.ch, Elias Kost, Joel Jeanloz
Antenna Foundation Switzerland www.antenna.ch , taktwerk GmbH www.taktwerk.ch

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© Solafrica

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© Solafrica

Schweizer Beitrag

Solafrica ist eine Non-Profit-Organisation, die 2009 in Bern gegründet wurde. Wichtigstes Ziel ist die Förderung von Solarenergie und Energieeffizienz in Afrika. Solafrica glaubt an die gemeinsame Entwicklung von wirtschaftlichem Wachstum und Umweltschutz. Wichtigster Partner hinsichtlich der technologischen Entwicklung ist die Antenna Foundation Switzerland; sie hat das innovative mini Solarsystem Oolux entwickelt, welches auf die Bedürfnissen der ländlichen Bevölkerung ohne Zugang zum Stromnetz ausgelegt wurde. Die Firma taktwerk GmbH plant und entwickelt die ICT Lösung.

Portrait

Mehr als die Hälfte von Kameruns Bevölkerung hat keinen Zugang zum Stromnetz. Die Leute müssen daher für Beleuchtung und das Laden von Mobiltelefonen auf traditionelle low-tech Lösungen zurückgreifen. Mit dem Projekt Solar Square will Solafrica den Zugang zu sauberer, preiswerter und netzunabhängiger Solarenergie sicherstellen indem ein gemeinschaftliches Leasing- und Verteilsystem aufgestellt und für die Umsetzung des Modells eine ICT Lösung entwickelt wird. In der Pilotphase wird das System auf dessen Machbarkeit untersucht und die Grundlagen geschaffen, um über eine Fortsetzung in Form eines Sozialunternehmens entscheiden zu können. Involviert sind die Schweizer Partner, ein lokales Unternehmen sowie die Dorfläden und deren Konsumenten. In der Pilotphase werden 200 Oolux mini Solarsysteme getestet, sowie die Weiterverkäufer in der Bedienung der ICT-Lösung und in der Kundenbetreuung ausgebildet. Die notwendige Kommunikationsinfrastruktur wird organisiert und die verschiedenen wirtschaftlichen Kennzahlen ermittelt.

Resultate

Im Oktober 2015 ist der Feldtest gestartet: neben einzelnen technischen Schwierigkeiten hat die entwickelte ICT Software gut funktioniert. An drei Vertriebspartnern in verschiedenen Gebieten um Yaoundé wurden mehr als 60 OOLUX Solar Power Kits verteilt. Diese konnten bereits, zusammen mit weiteren drei Technikern des lokalen Solarunternehmens „African Solar Generation" (ASG), 20 Kits an die Endkunden weiter verkaufen. Die Testphase dieses Vertriebsmodells erlaubt, hinsichtlich der gesamten Logistik Erkenntnisse zu erlangen und entsprechende Verbesserungen für die Folgephase einzuleiten. Die Erkenntnisse betreffen insbesondere den Zeitbedarf: dieser ist deutlich höher als erwartet - sowohl für die Befreiung der Mehrwertsteuer, die in Kamerun zwar gesetzlich geregelt ist, wie auch für die Aktualisierung der Applikationen der Vertriebspartner, die über keinen Internetzugang verfügen. Es folgt nun die laufende Begleitung und Betreuung der Vertriebspartner und einzelne Anpassungen der Software.