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PamirLink - Tadschikistan

Wissens- und Technologietransfer im Bereich Kleinwasserkraft: Ein Pilotprojekt im tadschikischen Pamir

Vertrag: 2013.04
Kleinwasserkraft

Wissens- und Technologietransfer im Bereich Kleinwasserkraft:
Ein Pilotprojekt im tadschikischen Pamir

Projektart :

Pilotprojekt

Technologie :

Kleinwasserkraft

Land :

Tadschikistan

Projektstatus :

Laufend

Projektstart:

Oktober 2013

Projektende:

Geplant 2016

Partner :

Verein PamirLink, Bern, www.pamirlink.org, Roman Droux

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© PamirLink

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© PamirLink

Schweizer Beitrag

PamirLink ist eine Nichtregierungsorganisation aus Bern mit dem Ziel, die Lebensbedingungen im tadschikischen Pamir zu verbessern. Der Schweizer Technologiepartner, die Firma ZOBO Hydropower (www.zobo-hydropower.com), stellt mit seinen langjährigen Erfahrungen in Entwicklung und Bau von Kleinwasserkraftwerken die technische Umsetzung der Pilotanlage sowie die Ausbildung der Techniker vor Ort sicher.

Portrait

Das Pamir-Gebirge gehört zu den ärmsten und isoliertesten Regionen der Welt. Ein zentrales Problem ist der ungenügende Zugang zu elektrischer Energie. In Basid, einem abgelegenen Dorf im tadschikischen Pamir, unterstützt PamirLink eine lokale Initiative im Bereich Kleinwasserkraft. Die Dorfgemeinschaft selbst hat mit dem Bau eines rudimentären Kleinwasserkraftwerkes und dem Kauf eines Generators den Grundstein gelegt, um die prekäre Energiesituation zu verbessern. Mit der Unterstützung von PamirLink wird das Kraftwerk mit Schweizer Knowhow als Pilotprojekt um- und ausgebaut. Die daraus resultierende Leistungssteigerung reicht aus, um das ganze Dorf mit Strom zu versorgen. Mit der Ausbildung von 20 – 30 lokalen Ingenieuren und Mechanikern soll mittelfristig eine kostengünstige Produktion von Crossflow-Turbinen aufgebaut werden, damit die elektrische Versorgung der Region mit dem Bau von weiteren Kleinwasserkraftwerken aus eigener Kraft Schritt für Schritt verbessert werden kann.

Resultate

Trotz zahlreicher Hindernisse und entsprechenden Verzögerungen kommt das Projekt Schritt für Schritt weiter. Im Dezember 2015 hatte ein starkes Erdbeben mit Epizentrum im Bartangtal einen Teil des im Herbst 2015 erstellten Kanals zerstört. Das ganze Team bleibt unbeirrt an den Arbeiten dran und baut den Kanal wieder auf. Bereits erfolgt sind bauliche Erneuerungen an den Einleitbauwerken und am Turbinengebäude. Ein Geschäftsmodell wurde geprüft und es konnte aufgezeigt werden, dass der Betrieb des Kraftwerks wirtschaftlich möglich ist. Eine Schulung des lokalen Ingenieurs ist in der Schweiz bezüglich Turbinenherstellung erfolgt. Die Turbine wird angepasst an den neuen Generator und Anfang 2016 nach Basid geschickt.

Für die weitere Verbreitung sind insbesondere die Investitionskosten zu reduzieren: mit der lokalen Herstellung von Turbinen können diese gesenkt werden. Die Unterstützung von gemeinnützigen Organisationen ist zudem sehr wertvoll in der Unterstützung beim Anlagenbau und der Vermittlung von günstigen Krediten.