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Mad Eole - Madagaskar I

Zentrum für Windenergie im Indischen Ozean

Vertrag: 2005.02
Wind

 

Erstellung eines gewerblichen-industriellen Zentrums für Windenergie im Indischen Ozean

Projektart :

Infrastrukturorientiertes Projekt

Technologie :

Wind

Land :

Madagaskar

Projektstatus :

Abgeschlossen

Partner :

Förderverein Mad’Eole Schweiz, Olten, www.madeole.org, Stefan Frey

Madeole_windrder.jpg© Mad‘Eole madeole_prototyp.jpg© Mad‘Eole

Schweizer Beitrag

Die Schweizer Erfahrungen in der Windenergie Planung und in der Ausbildung und Förderung des lokalen Know-Hows bezüglich erneuerbaren Energien bilden die Grundlage dieses Projektes. Im Projekt besteht eine breite Partnerschaft mit geeigneten lokalen Partnerinstitutionen.

Portrait

In Antsiranana (Diego-Suarez), an der Nordspitze von Madagaskar, entsteht ein regionales Zentrum für Windenergie, das den Markt im westlichen Indischen Ozean (Madagaskar als Hauptmarkt) mit technologisch hochwertigen, teilweise lokal produzierten Windenergieanlagen und mit Know-how versorgt. Zu diesem Zweck wurde eine madagassische S.à.r.l. (Mad’eole GmbH) als Dienstleistungsunternehmen gegründet, welches als Generalunternehmer komplette Systemlösungen für den Netzbetrieb anbietet. Weiter wurde für die Versorgung der ländlichen Gebiete ausserhalb bestehender Netze und als Partner für Spender aus dem Norden ein lokaler gemeinnütziger Verein gegründet. Als erste Umsetzung soll die Elektrifizierung eines ländlichen Pilotdorfs erfolgen.

Resultate

Nach rund drei Jahren Aufbauarbeit hat das Projekt Mad’Eole einen ersten Meilenstein gesetzt: Die Elektrifizierung des Pilotdorfes Sahasifotra an der Nordspitze Madagaskars durch den Einsatz von erneuerbarer Windenergie, ist im Jahr 2006 abgeschlossen. Der nicht-kommerzielle Strategiepfad ist in der Praxis bestätigt. 300 Menschen in 60 Häusern sowie die Primarschule mit 150 Kindern erhalten Strom, alle Einwohner bzw. Familien haben sich per Vertrag als Abonnenten vertraglich angeschlossen.

Wirkung

Die Elektrifizierung ländlicher Gebiete ist eine Priorität der Regierung in ihrem Kampf gegen die Armut. Dabei soll die Landflucht gebremst werden, indem lokal bessere Lebensbedingungen vor allem für Frauen und Möglichkeiten für Einkommenserzeugung geschaffen werden. Dieser Ansatz der ländlichen Elektrifizierung hat sich in weitere Dörfer Madagaskars verbreitet, es folgte unter anderem mit Unterstützung von REPIC das Projekt „15 Dörfer Pilotwindregion Diego-Suarez“.

Dokumentation

Schlussbericht „Zentrum für Windenergie im Indischen Ozean“ verfügbar auf www.repic.ch.