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Adra Schweiz - China

Urban Waste to Energy

Vertrag: 2012.10
Biomasse

Urban Waste to Energy

Projektart :

Machbarkeitsstudie

Technologie :

Biomasse

Land :

China

Projektstatus :

Abgeschlossen

Projektstart:

November 2012

Projektende:

Juni 2014

Partner :

Adra Switzerland, Zürich, www.adra.ch, Marcel Wagner

 

adra_waste_samples_2.jpg© Adra Schweiz Adra_Besuch.jpg© Adra Schweiz

Schweizer Beitrag

Adra verfügt einerseits über mehrjährige Erfahrung mit Projekten im Land und führte auch in Nordkorea schon ähnliche Biogasprojekte durch. Andererseits ist der Schweizer Experte Arthur Wellinger von Triple E&M seit vielen Jahren ausgewiesener und bekannter Biogasfachmann.

Portrait

Im vorliegenden Projekt soll in der Stadt Chengdu in China eine Machbarkeitsstudie für grosse Biogasanlagen zur Vergärung des organischen Teils des städtischen Festabfalls durchgeführt und die technische und wirtschaftliche Machbarkeit aufgezeigt werden. In der Schweiz und in Europa werden solche Anlagen mit dem organischen Teil des Abfalls häufig eingesetzt, die entsprechenden Technologien sind jedoch komplex. Grosse Biogasanlagen zur Vergärung des organischen Teils vom städtischen Festabfall (Feststoffvergärungen) gibt es in China noch nicht und das Wissen dazu fehlt. Auch ist trotz zahlreichen kleinen Biogasanlagen und -programmen ausführliches Know-How zu richtiger Planung, Betrieb und Monitoring der Biogasanlagen zu wenig vorhanden. Weiter leiden zahlreiche chinesische Städte an einem Abfallproblem und die Mülldeponien sind überfüllt.

Mit der Machbarkeitsstudie erfolgt ein Know-How-Transfer des in der Schweiz vorhandenen Expertenwissens zu Design und Technologie solcher grosser Vergärungsanlagen. Dabei soll für den Bau vor Ort eine möglichst einfache und an die Rahmenbedingungen angepasste Technologie entwickelt werden. Basierend auf der Machbarkeitsstudie soll in einer nächsten Phase eine Pilot- und Demonstrationsanlage in Chengdu gebaut werden mit anschliessender Weiterverbreitung.

Resultate

Während der ganzen Projektdauer fand ein reger Austausch mit potenziellen Projektpartnern auf allen Umsetzungsebenen statt. Diese Treffen stiessen gesamthaft auf grosses Interesse. Die technische Machbarkeit wurde für drei Anlagentypen aufgezeigt, mit der Untersuchung der Wirtschaftlichkeit wird ein horizontaler Pfropfenstromfermenter (plug flow) mit einer Kapazität von 10‘000 t/a empfohlen. Es wurde erkannt, dass aufgrund des Einsparungspotenzials einer solchen Anlage die Investition weniger für private Institutionen sondern vielmehr auf Regierungsebene interessant sein kann. Das Projekt liefert nun sämtliche Entscheidungsgrundlagen für die weitere Fortsetzung.

Wirkung

Der Ansatz eines gemeinsamen Erarbeitens von Lösungen hat zu einer positiven Grundlage für die weitere Planung geführt. Für die vorgeschlagene Biogasanlage sprechen Kostenreduktion bei der Abfallbehandlung, Umweltschutz sowie die zusätzliche Energieproduktion.

Dokumentation

Schlussbericht „Urban Waste to Energy“, Technischer Bericht und Kosten-Nutzen-Analyse verfügbar auf www.repic.ch.